Unter diesem Menüpunkt sind Informationen zum Ansatz und Konzept des PEER-Projekts an Fahrschulen zu finden. Im Untermenüpunkt Geschichte wird in einer kurzen Darstellung beschrieben, wie sich der Ansatz von einem Landesmodellprojekt durch eine Förderung der BZgA zu einem in sieben Bundesländern umgesetzten Projekt verbreitet hat und wie der Ansatz schließlich durch eine Förderung der Europäischen Kommission in neun weiteren EU-Staaten erfolgreich initiiert werden konnte.

Junge Fahranfänger/-innen gelten als Hauptrisikogruppe für die Verursachung von Verkehrsunfällen. Ein häufiger Unfallgrund sind Alkohol und Drogen. In diesem Kontext wird häufig der Begriff „Diskounfall“ genannt.

Im PEER-Projekt gehen Peers, d.h. junge Menschen, deren Führerscheinerwerb noch nicht zu lange zurückliegt, in Fahrschulen, um eine Gesprächsrunde mit jungen Fahranfänger/-innen zum Thema Alkohol und Drogen im Straßenverkehr zu moderieren. In diesen 60- bis 90-minütigen Diskussionsrunden informieren sie die Fahrschüler/-innen in einer zusätzlichen Fahrschul-Einheit über die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr und diskutieren zusammen über mögliche Folgen.

In den so genannten PEER-Einheiten werden gemeinsam mit den Fahrschülerinnen und Fahrschülern Strategien und Regeln entwickelt, wie alkohol- und drogenbedingte Rauschfahrten vermieden werden können.

Die Peers werden umfangreich auf ihre Fahrschuleinsätze vorbereitet, u.a. durch ein Ausbildungsseminar, welches von verschiedenen Experten zum Thema durchgeführt wird oder auch durch die Möglichkeit, bei laufenden PEER-Einheiten zu hospitieren. Das Projekt läuft gegenwärtig in zehn Bundesländern und in weiteren 6 europäischen Staaten.