Peer-Projekt an Fahrschulen

Fachtagung weckt Interesse von allen Seiten

„Alkoholprävention und Verkehrssicherheit“, lautete der Titel der Fachtagung der LWL-Koordinationsstelle Sucht, die in Kooperation mit dem Netzwerk Mobilitätsmanagement und Verkehrssicherheit NRW und der Westfälischen Provinzial Versicherung AG Mitte Juni durchgeführt wurde. Die Fachveranstaltung fand im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche Alkohol 2015 statt.

 

 

Die Kooperationspartner setzten die erste Besucherin in den Trunkenheits-Simulator (v.l.n.r.): Hans Meyer (LWL-Landesrat), Michael Hein (Hauptabteilungsleiter Firmenkunden, Provinzial), Frank Schulte-Derne (LWL-Koordinationsstelle Sucht), Mirko Schneider (Leiter Schadenverhütung, Provinzial), Doris Sarrazin (Leiterin LWL-Koordinationsstelle Sucht), Ralf Tornau (Schadenverhütung, Provinzial), Silke Schmidtmann (Netzwerk Mobilitätsmanagement und Verkehrssicherheit NRW)

 

Über die „Risikogruppe junge Fahrerinnen und Fahrer“ referierte Prof. Dr. Wolfgang Heckmann und gab den Startschuss für eine abwechslungsreiches und vielseitiges Programm, dessen Fokus auf  Prä- und Interventionsmöglichkeiten von Alkoholkonsum im Straßenverkehr lag.

Die Teilnehmer aus unterschiedlichsten Arbeitsbereichen hatten die Möglichkeit, ihre Arbeit im Bereich der Alkoholprävention und Verkehrssicherheit darzustellen und sich in Fachkreisen zu informieren. Vertreter der Polizei, Fachkräfte aus Jugend- und Gesundheitshilfe, aus Straßenverkehrsämtern, Verkehrswachten und Ordnungsbehörden nutzten die Möglichkeit, sich über die gemeinsame Zielgruppe der „jungen Fahrer“ und Trink-Fahr-Konflikte auszutauschen.

Im Mittelpunkt stand das  „Peer-Projekt an Fahrschulen“, das die LWL-KS seit 2008 in Westfalen-Lippe befördert und unterstützt.  Entwickelt wurde das Projekt im Jahr 2000 bei MISTEL SPI Forschung, einem An-Institut der Hochschule Magdeburg-Stendal. Der „Grundsteinleger“  des PPF,  Prof. Dr. Wolfgang Heckmann referierte eimleitend zu den besonderen Risiken und entwicklungspsychologischen Herausforderungen junger Menschen, Thomas Stegelitz, PPF-Koordinator in Sachsen-Anhalt, erläuterte die Entstehung und den Hintergrund des Ansatzes zum PPF. Die Peers  Christina Schaps und Paul Jerominek aus Hamm berichteten über praktische Erfahrungen aus dem Projekt.  Einer der Höhepunkte für die Peers war der diesjährige kontrollierte Trink-Fahr-Versuch, der im März von der LWL-KS auf dem ADAC-Übungsgelände in Haltern organisiert wurde.  Die Ergebnisse des Versuchs sowie ein kurzer Filmbeitrag wurden auf der Fachtagung erstmalig vorgestellt.

Auch im Aktionsforum war das Peer-Projekt an Fahrschulen  neben Projekten wie „Schutzengel“ (Kreis Gütersloh), „Crash Kurs NRW“ (Kreispolizeibehörde Steinfurt) oder dem „SafetyCheck 2015“ (DEKRA) mit einem Info-Stand vertreten. Ein Überschlagssimulator der Verkehrswacht, Reaktionstests, Gurtschlitten, Rauschbrillen und ein Simulator zum Fahren mit Promille der BADS luden zum Selbstversuch ein.

Weiter Informationen, das Programm und die Vorträge der Referenten finden Sie unter www.lwl-ks.de.

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