Peer-Projekt an Fahrschulen

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Amphetamine

Designer-Amphetamin gehört zu den Designer-Drogen, die in illegalen Laboren hergestellt werden. Die chemische Zusammensetzung der Stoffe kann vielfältig sein. Meist werden für die Herstellung Grundsubstanzen wie Amphetamine, Fentanyle, Prodine, Tryptamine und Phencyclidine verwendet (vgl. HURRELMANN/BRÜNDEL 1997 S. 186 f.). Die Grundsubstanzen können meist legal erworben werden, jedoch ist ihre Zusammensetzung, das entwerfen (= design) „neuer“ Substanzen verboten. Die Designersubstanzen haben je nach chemischer Zusammensetzung unterschiedliche und schwierig abzuschätzende Wirkungen. Sie können dämpfend, euphorisierend und auch halluzinogen sein.

Amphetamin wirkt über mehrere Stunden anhaltend euphorisierend, aufputschend, schlaf- und ermüdungshemmend, appetitzügelnd und blutdruckerhöhend. Die Wirkungen der Desinger-Amphetamine MDA, MDMA und MDEA, bei denen es sich um chemische Abkömmlinge (Derivate) des Amphetamins handelt, sind denen des Amphetamins ähnlich. Zu der euphorischen „energie“-vermittelnden Wirkung kommen emotionale Enthemmung, Steigerung des Selbstwertgefühls und der Abbau von Kommunikationsbarrieren. Weitere Amphetamine-Derivate, bei denen Unterschiede in der Stärke der halluzinogenen Komponente bestehen, sind DOM, DOB, PMA. Designer-Drogen werden meist in Tabletten- oder Pillenform gehandelt. Die Namen der illegalen amphetaminhaltigen Präparate sind vielfältig, ohne dass der Konsument sicher weiß, welche Stoffe genau enthalten sind.

Die Fahrfähigkeit kann durch das verminderte Reaktionsvermögen beeinträchtigt werden. Längerer Gebrauch kann zur Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit und zu Leistungseinbußen führen. Das übersteigerte Selbstwertgefühl der Konsumenten und der mögliche rauschbedingte Realitätsverlust führen zu Fehleinschätzungen von Situationen. Eine besonders hohe Gefahr besteht darin, dass der Rauschverlauf nicht kalkuliert werden kann (vgl. ebd.).

In der Liste der „anderen berauschenden Mittel“ zum § 24a StVG werden fast alle Substanzen genannt, deren Konsum über das zentrale Nervensystem eine Manipulation der Befindlichkeit des Konsumenten ermöglicht. Der Begriff Designer-Amphetamin beschreibt alle Stoffe, deren Ursprungssubstanz ein Amphetamin ist.

Literatur:
Hurrelmann, K.; Bründel, H.: Drogengebrauch - Drogenmissbrauch. Darmstadt. 1997
Iten, p. X.: Fahren unter Drogen- und Medikamenteneinfluss - Forensische Interpretation und Begutachtung. Zürich. Institut für Rechtsmedizin. 1994

Spotlight Siegen-Wittgenstein
In Siegen ist das PPF bei der Suchtprävention und -koordination des Kreises Siegen-Wittgenstein angesiedelt.

Als Peer engagieren sich Universitätsstudenten und Praktikanten. In der Regel arbeiten sie nach dem  In Siegen gehen die Peers zu zweit in die Fahrschulen, jeweils ein neuer und ein alter Peer. Insgesamt wird das PPF an 26 Standorten regelmäßig angeboten. Es besteht eine Kooperation zum Fahrlehrerverband, zur Polizei, Verkehrswacht, Führerscheinstelle, etc.

Den Fahrschülern soll über die Zusammenarbeit bewusst werden, dass Alkohol, Drogen und Straßenverkehr nicht zusammen gehören. Gemeinsam mit den Peers werden Möglichkeiten erarbeitet, wie man feiern kann, Spaß haben kann und trotzdem gut und sicher nach Hause kommt.

 

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