Peer-Projekt an Fahrschulen

Drogen-Info | Cannabis | KokainAmphetamineLSDOpiate | Gesetze 

CannabisBekifft

Cannabis gehört zur Gattung der Hanfpflanzen, deren hauptsächliche Wirksubstanz Tetrahydrocannabinol (THC) ist. Konsumiert werden die getrockneten Blätter und Blüten (Marihuana) oder das Harz der Blüten (Haschisch). Rauchen ist dabei die häufigste Form des Konsums, insbesondere Haschisch wird aber auch über Tee oder Kakao aufgenommen oder in Keksen verbacken.

Für Cannabis ist typisch, daß die Reaktionszeiten extrem verlängert werden und die Motorik stark eingeschränkt ist. Es treten Sehstörungen auf, d.h. die Anpassung des Auges an Hell und Dunkel funktioniert nicht. Darüber hinaus kommt es zu Koordinationsstörungen. Raum und Zeit können nicht mehr zuverlässig eingeschätzt werden. Die Folgen sind Fehleinschätzungen von Geschwindigkeiten und Entfernungen. Entgegenkommende Fahrzeuge oder Hindernisse auf der Straße werden zu spät erkannt.

Gewünschte Effekte des Cannabiskonsums sind z. B. Entspannung, Euphorie, verändertes Zeitgefühl und Verstärkung der Sinneswahrnehmungen. Bei Cannabiskonsum steigt die Pulsfrequenz, der Blutzuckerspiegel sinkt, die Augenbindehaut wird gereizt (daher die geröteten Augen). Bei Überdosierung kann es auch zu Schwindel, Übelkeit und Kreislaufproblemen kommen. Langfristige Auswirkungen bei häufigem Konsum können u.a. Konzentrations- und Schlafstörungen, Gleichgültigkeit und Interessenlosigkeit, Persönlichkeitsstörungen, Leistungsabfall, Depressionen bis hin zur Psychose und andere psychische Krankheiten sein.

Geraucht stellt sich eine sofortige Wirkung ein, gegessen bzw. getrunken setzt die Wirkung erst nach ca. einer Stunde ein, hält jedoch länger an. Der Rausch hält im Allgemeinen einige Stunden an, der körperliche Abbau dauert jedoch wesentlich länger, weshalb man auch noch Wochen nach dem Konsum Drogenspuren im Urin nachweisen kann.

Spotlight Schleswig-Holstein 
Das Projekt "peer drive clean" setzt mit ausgebildeten Studenten (peers) an der Schnittstelle Fahrschule an, wo zukünftige Autofahrer, die wahrscheinlich bereits Alkoholerfahrungen gesammelt haben, mit dem Thema „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" konfrontiert werden.

Inhalte der Einheiten in der Fahrschule sind: Problemdarstellung und Wissensvermittlung z.B. Unfallstatistiken oder gesetzliche Bestimmungen, Erfahrungsaustausch z.B. Autofahrten nach Diskobesuchen, Vermeidung von Rauschfahrten. Mit Hilfe der methodischen Umsetzung der Theorieeinheiten durch die peers soll eine positive Bewertung für die nüchterne Teilnahme am Straßenverkehr geschaffen werden, eine so genannte persönliche "NULL-Grenze" für Alkohol und illegale Drogen im Straßenverkehr.

Wir nutzen Session-Cookies und Dienste Dritter auf unserer Website (zum Beispiel Google Maps und YouTube). Sie können selbst entscheiden, ob Sie dies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.